Die Anfahrt nach Königstein in der Sächsischen Schweiz war tatsächlich ein Vergnügen: Die Bahnverbindung klappte reibungslos, in Königstein schipperte uns eine kleine Fähre auf die andere Elbseite, ein kleiner Fußmarsch am idyllischen Ufer brachte uns zur Herberge. Das Gelände begeisterte gleich und forderte uns zu Aktivitäten wie Volleyball, Kegeln, Schach und Trampolinspringen auf.
Den ersten richtigen Tag wanderten wir auf die Festung Königstein, die sich majestätisch über der Elbe erhebt. Hier entdeckten wir eine ganze Stadt, die hervorragend dazu diente, Belagerungen und Angriffen standzuhalten.
Nach dem reichhaltigen und abwechslungsreichen Abendessen wurde, wie stets auf unseren Fahrten, hingebungsvoll Werwolf gespielt.
Den Mittwoch verbrachten wir in Elbflorenz, wie Dresden aufgrund seiner wunderschönen Lage am tausend Kilometer langen Strom Europas und seiner Barockbauten genannt wird. Unsere Stadtführerin brachte uns Architektur und Geschichte sehr anschaulich nahe. Der Wind pfiff uns recht frisch um die Ohren, so dass der warme und überdachte Innenhof des Schlosses einen angenehmen Aufenthaltsort bot. Hier besichtigten wir das Historische Grüne Gewölbe mit seinen kuriosen Kostbarkeiten aus Glas, Gold und Juwelen, originell erklärt in touristengerechtem Sächsisch. Die Waffenkammer bildete ein weiteres Highlight.
Die freie Zeit nutzten viele Schülerinnen und Schüler zum Shopping- hier blieb das Taschengeld.
Nach einem Spaziergang über die Augustusbrücke in die Neustadt belohnten wir uns mit Pommes und Burgern im hippen Biergarten „Katys Garage“. Müde und zufrieden fielen wir nach gut einstündiger Heimreise in unsere Betten – nicht ohne vorher von einem abenteuerlustigen Fährmann in wilden Kurven übergesetzt worden zu sein.
Der Donnerstag war etwas für Mutige: Nach einer halbstündigen Wanderung vom S-Bahnhof Rathen durch den regennassen Wald ging es buchstäblich die Wände hoch: Unsere Kletterführer hatten ein Plätzchen gefunden, wo ein großer Überstand die Felswand überragte und somit trocken hielt. Nach einer Einweisung in Klettergurt und Sicherungstechnik wagten sich die ersten Sportler und Sportlerinnen vor. Nach und nach erreichten fast alle das Ziel, den Sicherungsring ganz oben in der Wand. Strahlend vor Stolz und mit wackeligen Knien fanden alle wieder festen Boden unter den Füßen.
Schon einmal in Rathen empfiehlt sich ein Blick von der weltberühmten Bastei. Nicht alle sahen sich in der Lage, diese Höhenmeter noch zu überwinden, so dass als Alternative eine Wanderung zur sechs Kilometer entfernten Herberge angeboten wurde. Inzwischen hatte es aufgeklart, so dass beide Gruppen zwar ordentlich ins Schwitzen kamen, aber auch mit einem phantastischen Blick belohnt wurden.
Den Abschluss bildete der langersehnte Discoabend mit Tanz, Kartenspiel und Billard.
So ging eine erlebnisreiche Woche zuende, an die wir noch lange sehr gerne zurückdenken werden.




