Was macht eigentlich ein Fachinformatiker? Wie sieht der Alltag einer Pflegefachkraft aus? Und welche Möglichkeiten bietet die Bundeswehr abseits des Militärdienstes? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bekamen unsere Schüler*innen des 8. Jahrgangs am 5. und 6. November bei der diesjährigen Praktischen Berufsweltorientierung. An zwei erlebnisreichen Tagen tauchten 122 Jugendliche aus vier 8. Klassen in ganz unterschiedliche Berufswelten ein – praxisnah, neugierig und mit viel Engagement. Sie erprobten ihre Talente an realitätsnahen Stationen, die 16 regionale Betriebe und Institutionen mit großem Einsatz vorbereitet hatten.
Berufsorientierung zum Anfassen
Vermessen, programmieren, pflegen, beraten, Bühnentechnik ausprobieren oder chemische Prozesse verstehen – das Programm des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft (BNW) und der Bundesagentur für Arbeit bot auch in diesem Jahr für jeden etwas. Die Schüler*innen wechselten im Laufe der Tage regelmäßig zwischen den Stationen und erhielten so vielseitige Einblicke in unterschiedliche Tätigkeitsfelder. Ob in den Containern, in der Aula oder an der Außenstation der Bundespolizei: Es ging nicht nur ums Zuschauen, sondern ums Mitmachen. Praktische Aufgaben, persönliche Gespräche und offene Fragerunden machten die Berufswelt greifbar. So konnten die Jugendlichen ausprobieren, welche Tätigkeiten ihnen liegen – und welche vielleicht weniger.
Wichtige Erfahrungen für das neue Praktikum in Jahrgang 9
In diesem Jahr hatten die beiden Tage eine besondere Bedeutung: Unsere jetzigen Achtklässler*innen werden im Schuljahr 2027/28 als erster Jahrgang das neue Orientierungspraktikum in Klasse 9 absolvieren, das wir mit unserem neuen Berufsorientierungskonzept einführen. Die Eindrücke aus der Praktischen Berufsweltorientierung sind deshalb für ihren Auswahlprozess enorm wichtig. Wer schon einmal erlebt hat, wie sich die Arbeit in der Pflege, in einer Behörde oder in einem IT-Unternehmen anfühlt, kann viel gezielter entscheiden, wohin das eigene Praktikum gehen soll – und weiß manchmal auch schon, was eher nicht passt.
Unsere Partner – ein herzliches Dankeschön!
Ein besonderer Dank gilt den engagierten Betrieben und Institutionen, die sich in diesem Jahr beteiligt und unseren Schüler*innen einen so lebendigen Zugang zur Arbeitswelt ermöglicht haben:
- Karriereberatung der Bundeswehr – zivile und militärische Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten
- Landkreis Lüneburg – Verwaltungsfachangestellte/r, Studium Verwaltungswissenschaften B.A. (Kreisinspektoranwärter/in)
- Werum Software & Systems AG – Fachinformatiker/in – Anwendungsentwicklung
- Finanzamt Lüneburg – Finanzwirt/in
- Dr. von Morgenstern Schulen – Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in, Kosmetiker/in
- Sparkasse Lüneburg – Bankkaufmann/-frau
- PROTONES GmbH & Co. KG – Fachkraft für Veranstaltungstechnik
- Dr. Paul Lohmann GmbH & Co. KGaA – Chemikant/in
- Wassermühle Heiligenthal (Zackariat OHG) – Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau, Koch/Köchin
- Industriebedarf Niemann-Laes GmbH – Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement
- Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) – Vermessungstechniker/in, Geomatiker/in
- Städtisches Klinikum Lüneburg gemeinnützige GmbH – Pflegefachmann/-frau
- Deichmann SE – Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Handelsfachwirt/in
- GfA Lüneburg (gkAöR) – Umwelttechnologe/-technologin für Kreislauf- und Abfallwirtschaft
- SIEB & MEYER AG – Elektroniker/in – Geräte und Systeme, Fachinformatiker/in – Systemintegration
- Bundespolizei – Bundespolizist/in im Polizeivollzugsdienst oder im zivilen Bereich
Ihr Engagement, die anschaulichen Praxisstationen und der offene Austausch mit unseren Schüler*innen haben diese Tage zu etwas ganz Besonderem gemacht.
Ein Gewinn für beide Seiten
Viele Schüler*innen berichteten begeistert, wie viel sie in kurzer Zeit gelernt und ausprobiert haben – vom Umgang mit Technik über Teamarbeit bis hin zu einem ersten Gefühl für den Berufsalltag. Auch die Vertreter*innen der Betriebe lobten die Offenheit, Neugier und Motivation unserer Achtklässler*innen.
Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden ein Zertifikat, das ihr Engagement dokumentiert – und vielleicht schon bald bei der Bewerbung um einen Praktikumsplatz zum Einsatz kommt.
Ausblick
Die Praktische Berufsweltorientierung bleibt auch in unserem neuen Berufsorientierungskonzept ein fester Baustein. Sie verbindet Theorie und Praxis auf eindrucksvolle Weise, macht Mut, eigene Interessen und Stärken zu entdecken – und legt in diesem Jahr ganz konkret den Grundstein für das erste Praktikum unserer zukünftigen Neuntklässler*innen.
Wir danken dem BNW-Team um Herrn Roßband, der Arbeitsagentur Lüneburg mit Frau Unterschütz sowie allen beteiligten Betrieben und Kolleg*innen herzlich für die tolle Zusammenarbeit – und freuen uns schon jetzt auf die nächste Runde!
Weitere Informationen zur Beruflichen Orientierung am Johanneum finden sich hier:




