Am Montag, dem 5. Oktober, begann das Griechenland-Abenteuer für 20 Schülerinnen und Schüler der Griechisch-Kurse 10, 11 und 12 früh am Flughafen Hamburg. Mit Aegean-Airlines flogen wir nach Athen, bezogen unsere Unterkünfte und sammelten bei einem ersten Spaziergang in die Plaka (Altstadt) Eindrücke von der lebendigen griechischen Hauptstadt.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Antike: Zwischen historischen Stätten, engen Gassen und einer Mittagspause in der Plaka wurde die Geschichte Athens unmittelbar erlebbar. Nach einem Rundgang am leider geschlossenen Kerameikos vorbei zur Agora besichtigten wir das Museum in der restaurierten Attalos-Stoa, wo Johanna uns das Kleroterion (Losmaschine für Wahlen) und die Klepsydra („Wasserdieb“: Wasseruhr zur Begrenzung der Redezeit bei Versammlungen) erklärte. Am gut erhaltenen Hephaistos-Tempel ist der „Dorische Eckkonflikt“ deutlich sichtbar, aber nach Meinung einiger Schülerinnen und Schüler nicht zufriedenstellend gelöst.
Nach einer Mittagspause in der Plaka besuchten wir die Akropolis. Das Erlebnis war ein wenig getrübt durch das griechische Verständnis von „Barrierefreiheit“ und der Lustlosigkeit des Personals an der Akropolis, das uns eine Stunde in der prallen Sonne am Eingang warten ließ… Immerhin funktionierte der Fahrstuhl, so dass alle gemeinsam den beeindruckenden Parthenon und das Erechtheion mit dem Olivenbaum der Athene sowie dem Dreizack-Abdruck Poseidons, die bisher nur aus dem Unterricht bekannt waren, bewundern konnten. Das Dionysostheater bildete den Schluss der Akropolis-Besichtigung; in den Felshöhlen oberhalb des Theaters hatte zu unserem Erstaunen ein Fuchs sein Zuhause gefunden. Am Abend stand noch das Akropolismuseum auf dem Programm: Das oberste Stockwerk hat die Größe und Ausrichtung des Parthenon auf der Akropolis, wodurch der umlaufende Panathenäen-Fries besonders beeindruckend präsentiert werden kann. Ein gemeinsames Abendessen in einer Taverne rundete den Tag ab.
Am Mittwoch führte uns die Reise über den eindrucksvollen Kanal von Korinth nach Mykene und Epidauros. Die monumentalen Ruinen („Zyklopenmauern“) und der Spaziergang durch die in Grundmauern noch erkennbaren Palastanlage Mykenes sowie die Funde im kleinen Museum vor Ort gaben uns einen Eindruck vom Leben in der Bronzezeit, in der der Mythos vom Trojanischen Krieg verortet ist.
Das berühmte antike Theater von Epidauros gehörte zu den Höhepunkten des Tages: In der eindrucksvollen Anlage des Theaters im Asklepios-Heiligtum werden auch heute noch antike und moderne Theaterstücke aufgeführt. Selbst auf den höchsten Stufen der Cavea (Zuschauerraum) kann man hören, wenn in der Orchestra eine Münze auf den Boden fällt.
Anschließend fuhren wir weiter nach Tolo und bezogen dort unser Hotel.
Der Donnerstag war fast ein Urlaubstag: Nach einem späten Frühstück und einem Spaziergang an der Küste entlang erklommen wir die „Akropolis“ von Asini („die kleine Schwester Mykenes“). Nach einem Zwischenstopp mit einem großen Eisbecher für jede(n) stand der Nachmittag zur freien Verfügung. Beim Abschlussessen in einer Taverne ließen wir die erlebnisreichen Tage Revue passieren.
Die Rückreise begann mit „Überraschungen“: Der Bus, der uns von Tolo zum Flughafen bringen sollte, kam zu spät, das Rollstuhl-Taxi gar nicht, ein Personalausweis blieb auch nach intensiver Suche unauffindbar. Trotz allem waren wir rechtzeitig am Flughafen und flogen ohne weitere Zwischenfälle zurück nach Hamburg.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Eltern, die diese Reise für ihre Kinder ermöglicht haben, und dem Förderverein des Johanneums für die großzügige Unterstützung!




