Paris, Austausch, Freundschaften – eine unvergessliche Woche in Clamart
Vom 9. bis zum 16. April 2026 reisten einige Schüler:innen unserer Französischklassen der Jahrgänge 9 bis 11 nach Clamart, einer Stadt rund eine halbe Stunde südwestlich von Paris, um dort am Lycée Jacques Monod an einem Schüleraustausch teilzunehmen. Nach einer zwölfstündigen Zugfahrt wurden wir an der Gastschule von den französischen Schüler:innen in Empfang genommen.
Die französischen Schülerinnen und Schüler waren ausgesprochen offen und freundlich. Man fühlte sich schnell willkommen. Den restlichen Abend verbrachten wir mit unseren Gastfamilien. Wer noch Energie hatte, fuhr mit seiner Familie nach Paris. Manche sahen zum ersten Mal den Eiffelturm oder die Sacré-Cœur im Abendlicht.
Am nächsten Morgen besuchten wir das Lycée und nahmen an drei Unterrichtsstunden teil: Deutsch, Geschichte und Englisch. Der Einblick in einen anderen Unterrichtsalltag war sehr interessant. Außerdem erfuhren wir, dass ein normaler Schultag am Lycée oft bis 18 Uhr dauert.
Das Wochenende verbrachten wir bei unseren Gastfamilien. Viele fuhren nach Paris und erkundeten dort bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Sacré-Cœur, bestiegen den Eiffelturm, gingen auf ein Festival oder besichtigten das Schloss Versailles. Einige begleiteten ihre Gastfamilien auch zu Sportturnieren oder Trainings.
Besonders in Erinnerung geblieben ist den meisten von uns das Essen. In Frankreich isst man oft in mehreren Gängen und nimmt sich dafür deutlich mehr Zeit: Vorspeise, Salat, Hauptgang, Käse oder Joghurt und zum Abschluss Obst. Einige fanden die französische Esskultur und die Speisen sogar deutlich besser als die deutschen. 🙂
Am Montag besuchten wir den Louvre. Dort hatten wir zwei Stunden freie Zeit in einem der größten Museen der Welt. Jede und jeder schaute sich an, was ihn oder sie besonders interessierte, und alle waren beeindruckt.
Anschließend gab es ein Picknick im Jardin du Luxembourg, einem weitläufigen Park im Herzen von Paris. Manche aßen Lunchpakete ihrer Gastfamilien, andere kauften sich etwas in einer Boulangerie. Danach ging es durch die Straßen von Paris, vorbei an Notre-Dame bis zu den Galeries Lafayette. Dort konnten wir die traumhafte Aussicht von der Dachterrasse über Paris genießen. Am Abend fuhren wir mit der Métro zurück nach Clamart, wo wir den Abend in den Gastfamilien verbrachten.
Am Dienstag fuhren wir gemeinsam mit den französischen Austauschpartner:innen erneut nach Paris. Mit der Métro ging es zu den Champs-Élysées direkt am Arc de Triomphe, wo wir zwei Stunden zur freien Verfügung hatten. Einige gingen shoppen, andere setzten sich gemütlich in einen nahegelegenen Park. Wieder getroffen haben wir uns am Place de la Concorde, von wo aus es zu den Colonnes de Buren ging. Dort gab es erneut ein gemeinsames Picknick.
Anschließend liefen wir entlang der Seine zu einem Bootsanleger, von dem aus wir eine interessante und schöne Bootsfahrt auf der Seine machten. Die Stadt vom Wasser aus zu sehen, hatte für viele noch einmal einen ganz besonderen Charme. Danach ging es zu Fuß durch weitere Teile von Paris und schließlich mit der Métro zurück nach Clamart, wo wir einen entspannten Abend in den Familien verbrachten.
Am letzten Tag ging es wieder früh mit der Métro nach Paris. Zunächst spazierten wir durch die Straßen der Stadt zum Musée d’Orsay. Auf dem Weg machten wir noch einen Zwischenstopp in einer Boulangerie – für alle, die noch einmal ein wenig französische Kultur schmecken wollten. Im Museum hatten wir anschließend etwa anderthalb Stunden Zeit, um die Kunstwerke zu betrachten, die viele von uns faszinierten.
Danach ging es zu Fuß weiter zum Centre Pompidou, wo wir erneut zwei Stunden Zeit hatten, um Mittag zu essen und Souvenirs für Familie und Freunde zu besorgen. Um noch einmal eine tolle Aussicht genießen zu können, ging es nach dem erfolgreichen Souvenirbummel weiter zur Sacré-Cœur. Einige gingen die zahlreichen Treppenstufen entspannt hinauf, andere verausgabten sich noch einmal bei einem kleinen Sprint. 🙂
Natürlich durfte auch der Place du Tertre nicht fehlen. Dort wurden weitere Andenken gekauft, und der eine oder die andere ließ sich sogar von begabten Straßenkünstlern porträtieren.
Um den letzten Tag gemeinsam mit den französischen Schüler:innen ausklingen zu lassen, ging es von Paris aus mit der Métro direkt zur Schule. Dort verbrachten wir gemeinsam noch etwas Zeit, quatschten, lachten, aßen zusammen und tauschten die letzten Telefonnummern aus.
Den Rest des Abends verbrachten wir mit den Gastfamilien. Manche gingen ins Restaurant, andere fuhren noch einmal nach Paris oder machten sich zu Hause einen schönen letzten Abend.
Am Donnerstag hieß es dann noch einmal früh aufstehen und ein letztes Mal zum Lycée fahren. Dort nahmen wir Abschied von unseren Austauschschüler:innen. Natürlich waren alle etwas traurig, und viele wären gerne noch länger geblieben. Doch die Vorfreude auf das Wiedersehen im Juni, wenn die französischen Gastschüler:innen zu uns nach Lüneburg kommen, machte den Abschied etwas leichter.
Mit der Métro machten wir uns schließlich auf den Weg zum Gare de l’Est, von wo aus wir unsere zehnstündige Heimreise antraten. Abends in Lüneburg angekommen, wurden alle glücklich von ihren Familien in die Arme geschlossen.
Insgesamt kann man sagen, dass wir alle mit ein wenig Abschiedsschmerz, aber vor allem mit tollen Erinnerungen und neuen Freundschaften nach Hause gefahren sind.