Wie fühlt sich berufliche Praxis eigentlich wirklich an? Genau dieser Frage konnten unsere Schüler*innen des 9. Jahrgangs auch in diesem Schuljahr wieder ganz unmittelbar nachgehen – dank der inzwischen fest etablierten Kooperation zwischen dem Gymnasium Johanneum und den Berufsbildenden Schulen BBS 1–3 in Lüneburg. Bereits seit 2023 eröffnet dieses besondere Format unserem 9. Jahrgang die Möglichkeit, berufliche Bildung nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern in Werkstätten, Fachräumen und Lernumgebungen der BBS ganz praktisch zu erleben.
Was diese Zusammenarbeit so besonders macht, ist ihre große Vielfalt und ihr echter Praxischarakter. Schon in den vergangenen Jahren konnten unsere Schüler*innen in selbstgewählten Workshops unterschiedliche Berufsfelder erkunden, aktiv mitarbeiten und so ihren beruflichen Horizont erweitern. Von Beginn an stand dabei nicht das bloße Zuschauen, sondern das eigene Ausprobieren, Entdecken und Nachfragen im Mittelpunkt. Genau diese Mischung macht die Kooperation in ihrer Form so wertvoll – und für ein Gymnasium zugleich so gewinnbringend.
Auch der diesjährige Durchgang zeigte eindrucksvoll, wie breit das Spektrum beruflicher Bildung in Lüneburg ist. Die vorbereiteten Workshops reichten von Handel mit Kaffeespezialitätenverkauf und Kassenführung über Metalltechnik, Holztechnik, Bautechnik und Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bis hin zu Elektrotechnik, Programmieren, Informatik, Lebensmitteltechnik, Gastronomie, Pflege, Sozialpädagogik, Körperpflege sowie Farbtechnik und Raumgestaltung. In den Kursen konnten die Jugendlichen zum Beispiel mit Maschinen arbeiten, kleine Programme erstellen, Stofftaschen gestalten, Crêpes zubereiten, Serviceabläufe kennenlernen oder typische Tätigkeiten aus Pflege und Pädagogik erproben.
Gerade diese Nähe zur Praxis macht den Kern der Kooperation aus: Unsere Schüler*innen begegnen beruflichen Anforderungen nicht abstrakt, sondern mitten in realen Arbeitszusammenhängen, mit echten Materialien, Werkzeugen, Geräten und Fragestellungen. Sie erhalten dadurch Einblicke in Arbeitswelten, die im schulischen Alltag eines Gymnasiums sonst nur schwer so konkret erfahrbar wären. Gleichzeitig wird sichtbar, wie anspruchsvoll, vielseitig und zukunftsrelevant berufliche Bildungswege sind. Schon in den bisherigen Berichten wurde deutlich, dass die Kooperation bewusst dazu beiträgt, die Erfahrungswelt unserer Schülerinnen zu erweitern und auch Alternativen zum Abitur sichtbar zu machen.
Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die diesen besonderen Tag ermöglicht haben: den Organisatorinnen Frau Blesse und Frau Kraft von Region des Lernens, den engagierten Lehrkräften der BBS, allen unterstützenden Partnern und natürlich denjenigen, die unsere Schüler*innen mit Offenheit, Geduld und großer Fachkompetenz in Empfang genommen haben.
Wir danken allen Beteiligten sehr herzlich für diese wertvollen Einblicke und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Durchgang im kommenden Schuljahr.
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