Enthüllung des Gedenksteins im Böhmsholz – 150 Jahre Fußballgeschichte sichtbar gemacht

Ein erwartungsvolles Schweigen lag über dem Böhmsholzer Wald, als unsere Schulleiterin Ulrike Lindemann am Samstagvormittag (23. August) vor die Gäste trat und den roten Vorhang öffnete. Der Blick auf den Gedenkstein zum ersten nachweisbaren Fußballspiel in Deutschland war frei.

Was für unsere Schulleiterin eine einfache Bewegung war, bedeutet für die Fußballgeschichte in Lüneburg und darüber hinaus ein starkes Zeichen. Der wuchtige Stein zeigt die Silhouette eines Fußballers sowie eine bronzene Tafel mit der Inschrift:

„Hier in Böhmsholz fanden im Sommer 1875 die ersten nachweisbaren, nach den Regeln des modernen Fußballs (Association Rules) ausgetragenen Spiele auf deutschem Boden statt – gespielt von Schülern des Johanneums Lüneburg.“

Bereits zuvor war eine Delegation aus Lehrkräften und Sympathisant*innen des Johanneums gemeinsam mit dem Fahrrad vom Schulhof aus gestartet – über den Wasserturm und die Sülzwiesen – bis hin zum Gedenkstein in Böhmsholz, wo sie auch von den Bewohner*innen des herrlichen Platzes herzlich empfangen wurden. Mehrere kurze Redebeiträge unterstrichen dort die historische Bedeutsamkeit des Ortes, ehe Frau Lindemann feierlich den Gedenkstein freigab.

Besonderer Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt ermöglicht haben – unter anderem unserem Studienreferendar Herrn Lau, der maßgeblich an der Umsetzung mitgewirkt hat.

Mit dem Gedenkstein ist nun ein neuer Erinnerungsort in Lüneburg entstanden: Ein Platz, den Passanten, Urlauber*innen und Fußballbegeisterte gleichermaßen aufsuchen können – um sich vor Augen zu führen, wo vor 150 Jahren die deutsche Fußballgeschichte ihren Anfang nahm.

Alle weiteren Informationen zum Fußballjubiläum finden sich auf www.erster-fussball.de

 

 

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