Bewegender Besuch der Klassen 10F und 10FS1 in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Die Klassen 10F und 10FS1 haben gemeinsam mit ihren Geschichtslehrkräften die KZ-Gedenkstätte Neuengamme besucht. Der ganztägige Besuch hinterließ bei allen Teilnehmenden einen bleibenden Eindruck und rief tiefe Betroffenheit hervor.

Zu Beginn der Führung über das rund 50 Hektar große Gelände standen die Schülerinnen und Schüler vor einem originalen Güterwaggon, wie er damals für den Transport von Häftlingen genutzt wurde. Im weiteren Verlauf erkundeten sie die Überreste des ehemaligen Gefängnisses und erhielten unter anderem Informationen über die dort begangenen Verbrechen, bei denen auch Giftgas eingesetzt wurde.

Ein besonders eindrücklicher Teil der Führung war der Besuch der ehemaligen Ziegelproduktion, die zentraler Bestandteil des Lagerkomplexes war. Obwohl die Baracken, in denen die Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen lebten, nach dem Krieg abgerissen wurden, war die Atmosphäre auf dem Gelände spürbar von den Erinnerungen an das Leid der Gefangenen geprägt.

In der Dauerausstellung konnten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche originale Zeitdokumente einsehen und sich intensiv mit dem grausamen Alltag im Konzentrationslager auseinandersetzen. Besonders bewegend war der abschließende Besuch des Gedenkhauses, in dem alle bisher bekannten Namen der Opfer chronologisch aufgeführt sind.

Die Jugendlichen zeigten sich sehr ergriffen und dankbar für die Möglichkeit, sich mit der Geschichte dieses Ortes auseinanderzusetzen. Viele betonten, wie wichtig solche Besuche seien, um das Geschehene nicht zu vergessen und die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten. Die fünf Stunden in der Gedenkstätte regten zum Nachdenken an und machten eindrucksvoll deutlich, wie notwendig eine bewusste Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist.

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