{"id":14624,"date":"2023-07-28T13:38:07","date_gmt":"2023-07-28T11:38:07","guid":{"rendered":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/?page_id=14624"},"modified":"2023-07-28T14:11:39","modified_gmt":"2023-07-28T12:11:39","slug":"jean-leppien-detailinformationen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/jean-leppien-detailinformationen\/","title":{"rendered":"Jean Leppien: Detailinformationen"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row height_auto\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"w-tabs layout_hor style_default switch_click has_scrolling\" style=\"--sections-title-size:1em\"><div class=\"w-tabs-list items_3 align_none\"><div class=\"w-tabs-list-h\"><button class=\"w-tabs-item active\" aria-controls=\"content-zc42\" aria-expanded=\"false\"><span class=\"w-tabs-item-title\">Ein bewegtes Leben<\/span><\/button><button class=\"w-tabs-item\" aria-controls=\"content-y3f0\" aria-expanded=\"false\"><span class=\"w-tabs-item-title\">Kunst als Blick hinaus<\/span><\/button><button class=\"w-tabs-item\" aria-controls=\"content-rf0b\" aria-expanded=\"false\"><span class=\"w-tabs-item-title\">Ausstellungen und Ver\u00f6ffentlichungen seit 2004<\/span><\/button><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-sections titles-align_none icon_chevron cpos_right\"><div class=\"w-tabs-section active\" id=\"zc42\"><button class=\"w-tabs-section-header active\" aria-controls=\"content-zc42\" aria-expanded=\"true\"><div class=\"w-tabs-section-title\">Ein bewegtes Leben<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-zc42\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\"><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-3 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepp14k.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14635\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepp14k.jpg\" alt=\"\" width=\"130\" height=\"195\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepp14k.jpg 130w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepp14k-77x116.jpg 77w\" sizes=\"auto, (max-width: 130px) 100vw, 130px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Jean Leppien um 1924<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-9 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Jean Leppien wird am 8. 4. 1910 als Kurt Gottfried Johannes Leppien als 4. Sohn einer alteingesessenen L\u00fcneburger Familie geboren. Sein Vater Jean Gottfried Leppien ist Besitzer eines Unternehmens, das Rosshaarspinnerei und Haartuchfabrikation betreibt und in der Johannisstra\u00dfe , also in der N\u00e4he des damaligen Johanneums liegt. Die Firma existiert heute nicht mehr. In seiner Autobiographie Ein Blick hinaus (1987) schreibt Jean Leppien von einer gl\u00fccklichen Kindheit und einer literarisch und k\u00fcnstlerisch anregenden Jugendzeit, auf die die politischen Ereignisse wie der 1. Weltkrieg, die Inflation 1923 und der politische Extremismus noch keinen gro\u00dfen Einfluss aus\u00fcbten. Das sollte sich sp\u00e4ter grundlegend \u00e4ndern. Vom Johanneum, das er 1920 &#8211; 29 besuchte, erw\u00e4hnt er den Lateinunterricht und die anf\u00e4ngliche Reserviertheit der Lehrerschaft gegen\u00fcber der neuen republikanischen Weimarer Verfassung von 1919. Das neben stehende Foto zeigt ihn als etwa 14-j\u00e4hrigen Sch\u00fcler des Johanneums.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Sein k\u00fcnstlerisches Talent zeigt sich etwa ab 1925-26 in Zeichnungen und Gem\u00e4lden von Motiven aus der Umgebung der Heimatstadt und wird gef\u00f6rdert durch die L\u00fcneburger Maler Ehrich Turlach und Otto Brix. Sein Vater erlaubt ihm die Einrichtung eines eigenen Ateliers auf dem Boden des elterlichen Hauses. Erste abstrakte Versuche 1927 finden anerkennende W\u00fcrdigung, als er sich im Johanneum an einer Ausstellung beteiligt. Er wird in der Lokalpresse als &#8222;mutiger J\u00fcnger Kandinskys&#8220; gelobt, obwohl er noch nie ein Bild von Kandinsky gesehen und dessen Namen noch nie geh\u00f6rt hat. Erst 1928 sah er zum ersten Mal in der Gem\u00e4ldegalerie Dresden Kandinskys Bild &#8222;Einige Kreise&#8220;. K\u00fcnstlerischer Treffpunkt der Jugendzeit ist die Buchhandlung Flohrs in der Grapengie\u00dferstra\u00dfe, wo sein \u00e4lterer Bruder Hans als Volont\u00e4r besch\u00e4ftigt ist. Von diesem erh\u00e4lt er 1928 eine Zeitschrift vom Bauhaus Dessau, die sein Interesse weckt. Das Bauhaus war 1919 vom Architekten Walter Gropius in Weimar gegr\u00fcndet und 1926 nach Dessau verlegt worden.<\/p>\n<p>Er beschlie\u00dft, das Bauhaus selbst zu besichtigen, f\u00e4hrt etwa 250 Kilometer Landstra\u00dfen mit dem Fahrrad nach Dessau &#8211; und ist begeistert. Sein Vater, zun\u00e4chst skeptisch und darauf bedacht, dass sein Sohn noch zwei Jahre bis zum Abitur durchh\u00e4lt, l\u00e4sst sich schlie\u00dflich durch einen eigenen Besuch in Dessau \u00fcberzeugen. Leppien bewirbt sich mit einer Mappe und wird angenommen. Er verl\u00e4sst das Johanneum nach der Primarreife und tritt am 8. 4. 1929, dem Tag seines Geburtstags, als Student in das Bauhaus ein, um Architekt zu werden. Er nimmt am Vorkurs Josef Albers teil und besucht die freien Malkurse von Wassily Kandinsky und Paul Klee. Aber schon nach dem ersten Semester verl\u00e4sst er das Bauhaus und arbeitet als unbezahlter Assistent des Regisseurs Karl Engel bei Boehner- Film in Dresden.<\/p>\n<p>Im Sommer 1930 geht Leppien nach Berlin und wohnt zeitweilig bei seinem Bruder Hans, der in Berlin eine Buchhandlung er\u00f6ffnet hat. Zum Bauhaus in Dessau h\u00e4lt er st\u00e4ndigen Kontakt. Aber er wollte dorthin auch nicht mehr zur\u00fcckkehren, nachdem der Bauhausdirektor Hannes Meyer nach internen Auseinandersetzungen zur\u00fcckgetreten war. &#8222;Es war nicht mehr das wirkliche alte Bauhaus&#8220; schreibt Leppien sp\u00e4ter. Er assistiert 1930 Hans Richter (&#8222;Deutsche Filmliga&#8220;). Von Dezember 1930- 32 studiert er in Berlin an der Itten- Schule Fotografie bei Lucia Moholy und arbeitet bei Laszlo Moholy- Nagy, dem Vorg\u00e4nger von Josef Albers, an Projekten f\u00fcr die Internationale Bauausstellung von 1931. 1932 lernt er in der Buchhandlung seines Bruders die Studentin des Bauhauses Suzanne Markos- Ney aus Ungarn, seine sp\u00e4tere Frau, kennen. Die Jahre in Berlin sind f\u00fcr Leppien ein &#8222;Feuerwerk&#8220; kultureller Ereignisse verbunden mit den Namen Helene Weigel, Bertolt Brecht, Ernst Busch, Erich K\u00e4stner, Kurt Tucholsky u.a.<\/p>\n<p>Aber die Situation wird durch die hohe Arbeitslosigkeit von 6 Millionen und durch die politischen Rahmenbedingungen bis 1933 immer schlechter. Das Anwachsen der nationalsozialistischen Bewegung nehmen Leppien und seine Freunde zunehmend als Bedrohung wahr. Leppien besucht eine Riesenkundgebung der NSDAP im Sportpalast, in der ihm Hitler als Redner vorkommt wie das &#8222;Tier der Apokalypse&#8220; (Ein Blick hinaus, S. 127). Nach der Machtergreifung Hitlers und den Nazi- Aufm\u00e4rschen zum 1. Mai 1933 , nachdem die SA bereits die Buchhandlung seines Bruders Hans ausger\u00e4umt hat und seine Freundin Suzanne, die j\u00fcdischer Herkunft ist, Berlin verlassen hat, fasst auch Leppien den Entschluss, Deutschland des R\u00fccken zu kehren.<\/p>\n<p>\u00dcber Mainz, Basel, Locarno und Ascona gelangt er nach Paris. Suzanne folgt ihm einige Monate sp\u00e4ter. Mit gelegentlichen graphischen Auftragsarbeiten halten sie sich \u00fcber Wasser. Die politische Entwicklung (spanischer B\u00fcrgerkrieg 1936- 39 und der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939) l\u00e4sst den Pazifisten Leppien, der sich nun L\u00e9pine schreibt, zum Kriegsfreiwilligen &#8222;wider Willen&#8220; werden. Nach vor\u00fcbergehender Internierung als Deutscher tritt Leppien in die Fremdenlegion ein. Er wird in Algerien ausgebildet und in Marokko stationiert, aber zu Kampfhandlungen kommt es nicht, da die Einheit nach der Kapitulation Frankreichs 1940 demobilisiert wird. 1940 reist Leppien nach Frankreich zur\u00fcck. Sein Ziel ist der kleine Ort Sorgues bei Avignon, wohin Suzanne kurz vor der Besetzung von Paris durch die deutschen Truppen geflohen ist. Im unbesetzten s\u00fcdlichen Teil Frankreichs, der der Vichy- Regierung von Marschall P\u00e9tain untersteht, glauben sie sich vor den Deutschen einigerma\u00dfen sicher. Sie leben dort im Verborgenen, bewirtschaften ein kleines St\u00fcck Land mit Blick auf den Mont Ventoux, helfen auf den ber\u00fchmten Weing\u00fctern des Ch\u00e2teauneuf du Pape und schlagen sich mit anderen Gelegenheitsarbeiten durch. 1942 heiraten sie.<\/p>\n<p>Am 21. 3. 1944 wird Suzanne als J\u00fcdin von der Gestapo verhaftet und abtransportiert &#8211; nach Auschwitz, wie sich sp\u00e4ter herausstellt. Einen Tag sp\u00e4ter wird auch Jean verhaftet. Nach Anwendung von Folter w\u00e4hrend der Haft wird er nach Paris transportiert und wegen &#8222;Waffenhilfe f\u00fcr den Feind&#8220; in einer halbst\u00fcndigen Verhandlung am 5.5. 1944 von einem deutschen Kriegsgericht ohne ein Wort der Verteidigung zum Tode verurteilt. Sein deutscher Verteidiger, der die Verhandlung verpasst hat, erscheint kurz darauf bei Leppien in der Zelle mit den Worten: &#8222;Also gut, wollen wir mal unseren Verteidigungsplan durchsprechen&#8220;. Auf Leppiens Einwand, er sei eben gerade zum Tode verurteilt worden, erwidert der Verteidiger, das spiele keine Rolle, man k\u00f6nne das in Ordnung bringen. Der Verteidiger diktiert Leppien den Wortlaut eines Gnadengesuches. Tats\u00e4chlich wird das Urteil in 15 Jahre Zuchthaus umgewandelt. Es folgt eine fast einj\u00e4hrige Odyssee durch verschiedene Zuchth\u00e4user in Deutschland: Bruchsal, Ludwigsburg, Ulm, Kaisheim (n\u00f6rdlich Donauw\u00f6rth). Am 25. 4. 1945 wird Leppien durch amerikanische Truppen befreit. Er trifft in Paris seine Frau Suzanne wieder, die die H\u00f6lle von Auschwitz \u00fcberlebt hat.<\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Jetzt endlich &#8211; er ist nun 35 Jahre alt und seine fr\u00fcheren Arbeiten sind fast vollst\u00e4ndig verloren gegangen &#8211; beginnt f\u00fcr Leppien das eigentliche Leben als Maler. Obwohl seine ersten Bilder an seinem neuen Wohnsitz in Nizza entstehen, h\u00e4lt er Kontakt nach Paris. Er ist Mitbegr\u00fcnder des Pariser &#8222;Salon des R\u00e9alit\u00e9s Nouvelles&#8220;. 1947 beteiligt er sich zum ersten Mal an Ausstellungen in Paris. 1949 findet hier seine erste Einzelausstellung statt. Er macht sich einen Namen unter den franz\u00f6sischen Abstrakten. 1953 wird er franz\u00f6sischer Staatsb\u00fcrger (Leppien mit franz\u00f6sischer Aussprache). 1950 siedelt das Ehepaar Leppien nach Roquebrune an der C\u00f4te d&#8217;Azur nahe der italienischen Grenze \u00fcber, das auch sp\u00e4ter , als Paris wieder Hauptwohnsitz wird, als Sommersitz erhalten bleibt. &#8222;In der Heimat f\u00fchle ich mich, wenn ich s\u00fcdlich von Lyon in die Provence komme, wenn der Winkel der D\u00e4cher weniger als 90 Grad wird, dann sage ich: jetzt bin ich zu Haus!&#8220; (Leppien zitiert nach Walter Vitt a.a. O. S. 30).<\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-4 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien3g.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14636\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien3g-300x201.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien3g-300x201.jpg 300w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien3g-173x116.jpg 173w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien3g.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Jean Leppien bei Er\u00f6ffnung seiner Ausstellung 1988 in L\u00fcneburg<br \/>\nFoto: Hans Joachim Boldt<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-8 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Ab 1969 wird Leppien nach zahlreichen eigenen Ausstellungen, besonders aber anl\u00e4sslich der Ausstellung &#8222;50 Jahre Bauhaus&#8220; (Stuttgart, Paris, Chicago, Buenos Aires , Tokio u.a. St\u00e4dte) so etwas wie ein Bauhaus- Experte in den franz\u00f6sischen Medien. 1982 stirbt seine Frau Suzanne. 1984 richtet er sich ein Atelier in Boulogne bei Paris ein. In L\u00fcneburg waren Leppiens Werke bisher zweimal zu sehen, n\u00e4mlich 1988 im &#8222;Museum f\u00fcr das F\u00fcrstentum L\u00fcneburg&#8220;, drei Jahre vor dem Tode des K\u00fcnstlers 1991, und von Mai-Oktober 2010 im Rathaus L\u00fcneburg.<br \/>\nMittlerweile ist in L\u00fcneburg auch eine Stra\u00dfe in der Weststadt nach Jean Leppien benannt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><strong>Literatur:<\/strong><br \/>\nWalter Vitt, Jean Leppien, Verlag Th. Sch\u00e4fer, Hannover 1986 (vergriffen)<br \/>\nJean Leppien, Ein Blick hinaus, Manholdt- Verlag , Bremen 1987; \u00fcberarbeitete Neuauflage im Verlag zu Klampen 2004<br \/>\nHelmut R. Leppien, Das Bauhaus und Jean Leppien, in: Isabelle Ewig u.a. (Hrsg), Das Bauhaus und Frankreich , Akademieverlag Berlin 2002 S. 449 &#8211; 464<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-section\" id=\"y3f0\"><button class=\"w-tabs-section-header\" aria-controls=\"content-y3f0\" aria-expanded=\"false\"><div class=\"w-tabs-section-title\">Kunst als Blick hinaus<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-y3f0\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\"><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-3 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppbild1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14632\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppbild1.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppbild1.jpg 203w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppbild1-94x116.jpg 94w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Terra incognita 1952, Ausstellungsexpos\u00e9 1988<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-9 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Der Name Jean Leppien hat seit Mitte des 20. Jahrhunderts seinen festen Platz unter den franz\u00f6sischen abstrakten Malern. Leppiens Stil l\u00e4sst sich aber kaum in ein bekanntes vorgefertigtes Schema einordnen. Wurde er von gro\u00dfen Meistern beeinflusst?<\/p>\n<p>&#8222;Ah ja. Otto und Erich!&#8230; Ihr Einfluss hat mich st\u00e4rker bestimmt als sp\u00e4ter der meiner Meister.&#8220; So bekannte sich Jean Leppien 1974 in einem Ausstellungskatalog zu den alten Freunden seiner Jugendzeit Otto Brix und Ehrich Turlach. &#8220; Sie waren Maler in meiner Heimatstadt&#8230; zwei Maler nicht viel schlechter oder besser als die anderen. Sie waren 25 Jahre als ich 15 war.&#8220; (1). Obwohl Leppien in seiner Autobiographie 1987 schreibt, er habe in Kandinskys Malkursen gelernt, &#8222;zu sehen, zu beobachten und &#8230; Wissenswertes zu merken. Malen habe ich dort sicherlich nicht gelernt&#8230; &#8220; (S. 122), l\u00e4sst sich der Einfluss des Bauhauses auf das Werk Leppiens nicht leugnen. Dieser besteht allerdings weniger in der Nachahmung oder Anlehnung an einen Stil eines seiner Bauhauslehrer. Die Spannung zwischen Farbform und Lineament als das Spezifische an Leppiens Stil aus den f\u00fchren 50er Jahren ist &#8222;weder &#8218;kandinskyhaft&#8216; noch &#8218;kleehaft&#8216;, wohl aber aus dem Bauhausgeist geschaffen&#8220; (2).<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-8 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Leppien selbst hat in einem Text 1955 erl\u00e4utert, was das Bauhaus f\u00fcr ihn bedeutete:<\/p>\n<p>Das Bauhaus sei f\u00fcr ihn die Geisteshaltung einer Gemeinschaft von 150 verschiedenen Pers\u00f6nlichkeiten gewesen, eine k\u00e4mpferische Haltung gegen die etablierten Werte und ein Ort der Realisierung von Kreativit\u00e4t (3). So wird verst\u00e4ndlich, dass Leppiens Werk von einer Freiheit lebt, die nicht mit dem Festhalten an Vorbildern zu vereinbaren ist. Seine Bilder 1946- 48 sind noch dem Stil seiner Zeichnungen aus den fr\u00fchen Jahren verpflichtet. Der Autodidakt Leppien erkundet &#8211; bedingt durch den Zeitverlust der Jahre der Nazi-Herrschaft &#8211; erst allm\u00e4hlich die M\u00f6glichkeiten der Malerei. Ohne Vorskizzen verl\u00e4sst sich Leppien eher auf die Intuition und wird selbst zum ersten verwunderten Betrachter seines Bildes, was z.B. am Titel &#8222;Terra incognita&#8220; 1952 deutlich wird. Er zieht vorher nicht berechnete Linien durch eine Fl\u00e4che, diese bilden Felder und Formen, die mit verschiedenen Farben ausgef\u00fcllt werden, wobei sie das Wagnis des Kontrastes und der Balance eingehen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-4 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppbild1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14632\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppbild1.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"250\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppbild1.jpg 203w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppbild1-94x116.jpg 94w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Jean Leppien 1963: Wer ist Farbtr\u00e4ger, was ist Bildgrund?<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Dennoch verzichtet Leppien nicht auf geometrische Formen, die er handwerklich pr\u00e4zise gestaltet. In seiner weiteren Entwicklung bricht Leppien die Linien auf, l\u00e4sst die bisher schwarzen Linien selbst zum farbigen Bildelement werden oder bildet sie zu &#8222;r\u00e4tselhaften Figuren&#8220; oder &#8222;geheimnisvollen Zeichen&#8220; um. Gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4chen erscheinen, die bisher lichte Farbpalette erreicht nun auch dunklere T\u00f6ne. Ende der 50&#8217;er Jahre erhalten die Fl\u00e4chen durch Tupfen, Spachteln und verschiedene Farbauftr\u00e4ge eine Struktur und geraten in Bewegung, w\u00e4hrend die Farben &#8222;schwerer&#8220; werden. In den 60&#8217;er Jahren werden Impulse au\u00dfereurop\u00e4ischer Kunst verarbeitet. Sp\u00e4testens hier zeigt sich eine &#8222;spirituelle&#8220; Seite an Leppiens Kunst, n\u00e4mlich als M\u00f6glichkeit, &#8222;das Geistige, also das G\u00f6ttliche im All, in der Natur, im Menschen wiederzufinden&#8220; (3). Kunst ohne Phantasie, ohne Magie und Metaphysik ist f\u00fcr Leppien nicht denkbar, wobei er selbst seine Bilder nur als Andeutungen von etwas Unbekanntem versteht. So kann man wohl auch die &#8222;Ufo- Serie&#8220; ab 1967 deuten, die die Form auf eine Scheibe mit Ring \u00fcber einer Horizontlinie reduziert, und die &#8222;Magischen Kreise&#8220;, die \u00fcber einem liegenden Rechteck schweben. Damit wird die Farbe zum wichtigsten Stimmung erzeugenden Element, Sinnbild der ungeheuren Weite des Himmels, bzw. des Vorstellungsraumes. Als weitere Symbole werden Kreuze in vielen Variationen &#8211; aber ohne christliche Bedeutung &#8211; verwendet.<\/p>\n<p>Anfang der 80er Jahre dominieren Rechtecke in diversen Anordnungen und Farben, mit denen Leppien eines seiner Themen, n\u00e4mlich den &#8222;Durchblick&#8220; gestaltet. Man kann darin eine Anspielung auf den schmalen Lichtblick zum Himmel aus der real erlebten Zuchthauszelle sehen, &#8211; Symbol f\u00fcr Leppiens Freiheitssehnsucht, die auch im Titel seiner Autobiographie &#8222;Ein Blick hinaus&#8220; (1987) Ausdruck findet. Die gleichzeitige Reduzierung der Bilder auf wenige Farbfl\u00e4chen interpretiert der Leppienkenner Walter Vitt als eine Art &#8222;Aufkl\u00e4rung&#8220;, als &#8222;Sieg der Farbe \u00fcber die Geheimnisse des Kults&#8220; (4). Au\u00dfer Hunderten von Bildern und einer gro\u00dfen Wandmalerei im Restaurant eines gro\u00dfen B\u00fcrohauses in Paris, sind noch die Kreationen des B\u00fchnenbildes und der Kost\u00fcme f\u00fcr das Ballett &#8222;Construction&#8220; des Choreographen Jacques Garnier 1973, sowie die Rekonstruktion von Kandinskys Musiksalon- Entwurf f\u00fcr die Bauausstellung 1931 in Berlin zu erw\u00e4hnen.<\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-4 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien2g.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14633\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien2g-300x211.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien2g-300x211.jpg 300w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien2g-165x116.jpg 165w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppien2g.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Lean Leppien 1988 in L\u00fcneburg, Foto: Hans Joachim Boldt<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-8 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p class=\"tiny_p\">Leppiens Werke waren in \u00fcber 100 Einzelausstellungen in aller Welt zu sehen; dazu kommen noch unz\u00e4hlige Beteiligungen an anderen Ausstellungen in Frankreich und im Ausland u.a. in Mailand, Genua, Turin, San Remo, Z\u00fcrich, Lausanne, Binghamton\/New York, Tokio. Die letzten Ausstellungen seiner Werke fanden in Paris 1997, Strasbourg 1999, K\u00f6ln 2003 und\u00a0 2013 in der Hamburger Kunsthalle statt. Neben den Ausstellungen, die der\u00a0<em>Kunstverein Springhornhof\u00a0<\/em>1976, 1984 und 1990 in Neuenkirchen in der L\u00fcneburger Heide veranstaltete, waren Leppiens Werke bisher\u00a0 in L\u00fcneburg 1988 und 2010 und\u00a0in G\u00f6ddingen 2004\u00a0zu sehen. In L\u00fcneburg befindet sich auch nur ein einziges Werk Leppiens (s.Bild oben, Mosaik an einer Hauswand).<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><strong>Anmerkungen:<\/strong><br \/>\n(1) Jean Leppien, Ausstellungskatalog des Mus\u00e9e Picasso, Antibes 1988<br \/>\n(2) Helmut R. Leppien, Das Bauhaus und Jean Leppien, in: Isabelle Ewig u.a. (Hrsg), Das Bauhaus und Frankreich , Akademieverlag Berlin 2002 S. 449 &#8211; 464, zit. S. 454<br \/>\n(3) Jean Leppien zitiert nach: Walter Vitt, Jean Leppien, Verlag Th. Sch\u00e4fer, Hannover 1986, S. 30<br \/>\n(4) Walter Vitt, Jean Leppien, Verlag Th. Sch\u00e4fer, Hannover 1986 S.52<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-section\" id=\"rf0b\"><button class=\"w-tabs-section-header\" aria-controls=\"content-rf0b\" aria-expanded=\"false\"><div class=\"w-tabs-section-title\">Ausstellungen und Ver\u00f6ffentlichungen seit 2004<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-rf0b\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\"><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-4 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepplakatg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14628\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepplakatg-187x300.jpg\" alt=\"\" width=\"187\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepplakatg-187x300.jpg 187w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepplakatg-249x400.jpg 249w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepplakatg-72x116.jpg 72w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/lepplakatg.jpg 252w\" sizes=\"auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-8 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p class=\"tiny_p\">Im\u00a0<strong>Gerhard-Fietz-Haus<\/strong>\u00a0in\u00a0<strong>Bleckede-G\u00f6ddingen<\/strong>\u00a0fand vom 15. Mai bis zum 19. September 2004 eine Ausstellung von Werken Jean Leppiens statt. Bilder aus allen Schaffensperioden des K\u00fcnstlers waren vertreten.<\/p>\n<p class=\"tiny_p\">Gleichzeitig mit der Er\u00f6ffnung der Ausstellung wurde die bisher vergriffene\u00a0<strong>Autobiographie Jean Leppiens &#8222;Ein Blick hinaus&#8220;<\/strong>\u00a0in einer von Dr. Helmut Leppien, dem Neffen Jean Leppiens, \u00fcberarbeiteten Neuauflage durch den\u00a0<strong>Zu Klampen Verlag\u00a0<\/strong>(2004) herausgebracht.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-4 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppausstellk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14629\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppausstellk.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppausstellk.jpg 212w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppausstellk-82x116.jpg 82w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Die Galeristin Mdme. Lahumi\u00e8re bei der Ausstellungser\u00f6ffnung am 15. 5. 2004<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-8 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Die Ausstellung im Gerhard-Fietz-Haus wurde mit einer Rede der Galeristin Madame Anne Lahumi\u00e8re aus Paris er\u00f6ffnet, die in die Biographie und das Werk Jean Leppiens einf\u00fchrte. &#8222;Der kleine Chor&#8220; sorgte f\u00fcr die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.<\/p>\n<p>Am 20. Juni 2004 fand au\u00dferdem eine Lesung mit Erika D\u00f6hmen statt, in der die neu herausgegebene Autobiographie Jean Leppiens &#8222;Ein Blick hinaus&#8220; vorgestellt wurde.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-8 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Auch die Stimme Jean Leppiens ist dank einer Neuver\u00f6ffentlichung wieder zu h\u00f6ren. Herr Dr. Werner H. Preu\u00df hat ein Interview, das er im Jahre 1990 in Boulogne bei Paris mit Jean Leppien gef\u00fchrt hat, auf einer CD ver\u00f6ffentlicht:<br \/>\n<strong>Von L\u00fcneburg an das Bauhaus, Erinnerungen des Malers Jean Leppien (1910- 1991); (Cultur-Concept)<\/strong><br \/>\nF\u00fcr alle, die besonders am Bauhaus interessiert sind, bieten die Erinnerungen Jean Leppiens wertvolle Einblicke.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-4 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppcdk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14631\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppcdk.jpg\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppcdk.jpg 282w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/leppcdk-121x116.jpg 121w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-4 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\"><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/dr.leppienk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-14630\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/dr.leppienk-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/dr.leppienk-300x225.jpg 300w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/dr.leppienk-155x116.jpg 155w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/dr.leppienk.jpg 333w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p style=\"text-align: center;\">Dr. Helmut R. Leppien (\u2020 2007) bei seinem Vortrag in der Aula des\u00a0 Johanneums 2004<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-8 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Das Johanneum konnte sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass Herr Dr. Helmut R. Leppien, ein Neffe Jean Leppiens, am 24. November 2004 vor Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern des 12. Jahrgangs in der Aula des Johanneums einen Vortrag \u00fcber das Leben und Werk Jean Leppiens hielt.<br \/>\n(Dr. Helmut R. Leppien war stellvertretender Direktor der Hamburger Kunsthalle. Er verstarb 2007).<\/p>\n<p>Dr. Leppien beeindruckte die Sch\u00fcler mit der Lesung von Passagen aus der Autobiographie Leppiens, in denen sich Jean Leppien \u00fcber seine Schulzeit am Johanneum ausl\u00e4sst. Anschlie\u00dfend f\u00fchrte Dr. Leppien anhand von Dias die Sch\u00fcler an die Interpretation von Werken Jean Leppiens heran.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Am Abend des 24.11. 2004 fand im Heine- Haus in L\u00fcneburg eine weitere Veranstaltung statt, in der Jan Aust (Intendant des L\u00fcneburger Stadttheaters) aus der Autobiographie las und Dr. Leppien von Brigitte Barner (NDR) \u00fcber das Leben seines Onkels Jean Leppien interviewt wurde.<\/p>\n<p>&#8222;Jean Leppien et la C\u00f4te d&#8217;Azur&#8220; lautete der Titel einer Ausstellung von Bildern Jean Leppiens im Mus\u00e9e Grimaldi in Cagres-sur-Mer, die vom 10.9. &#8211; 10.11. 2005 stattfand. Zu sehen waren Werke Leppiens von 1946- 1977, an denen sich die Bedeutung der Farben des S\u00fcdens in der Kunst Jean Leppiens zeigt.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Ausstellung &#8222;Franz Ehrlich. Ein Bauh\u00e4usler in Widerstand und Konzentrationslager&#8220; im Neuen Museum in Weimar vom 2.8.- 11.10. 2009 wurde auch \u00fcber die Biographien von Jean und Suzanne Leppien als Bauh\u00e4usler und Verfolgte des Nationalsozialismus berichtet.<\/p>\n<p>Zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Jean Leppien fand vom 7.4.- 30.4. 2010 eine Ausstellung im Foyer der Universit\u00e4tsbibliothek L\u00fcneburg statt, die vom Kulturb\u00fcro des Studentwenwerks organisiert und von Dr. Werner Preuss zusammengestellt worden war.<\/p>\n<p>Vom 13. Mai &#8211; 31. Oktober 2010 waren Werke Jean Leppiens im Rathaus in L\u00fcneburg ausgestellt. Die Aussutellung wurde von Thomas Leppien, einem Neffen Jean Leppiens er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Unter dem Titel &#8222;Vom Bauhaus zum Mittelmeer&#8220; waren vom 16.6.- 22.9. 2013 zum ersten Mal Werke Jean Leppiens in der Kunsthalle in Hamburg zu sehen. Der dazu geh\u00f6rende Ausstellungskatalog besticht durch seine originalgetreue Farbwiedergabe.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein bewegtes LebenKunst als Blick hinausAusstellungen und Ver\u00f6ffentlichungen seit 2004Ein bewegtes Leben Jean Leppien um 1924 Jean Leppien wird am 8. 4. 1910 als Kurt Gottfried Johannes Leppien als 4. Sohn einer alteingesessenen L\u00fcneburger Familie geboren. Sein Vater Jean Gottfried Leppien ist Besitzer eines Unternehmens, das Rosshaarspinnerei und Haartuchfabrikation betreibt und in der Johannisstra\u00dfe ,...","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-14624","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14624"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14624\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14639,"href":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14624\/revisions\/14639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}