{"id":13932,"date":"2023-07-02T15:48:17","date_gmt":"2023-07-02T13:48:17","guid":{"rendered":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/?page_id=13932"},"modified":"2023-07-02T15:48:52","modified_gmt":"2023-07-02T13:48:52","slug":"hermann-jacobsohn-detailinformationen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/hermann-jacobsohn-detailinformationen\/","title":{"rendered":"Hermann Jacobsohn: Detailinformationen"},"content":{"rendered":"<section class=\"l-section wpb_row height_auto\"><div class=\"l-section-h i-cf\"><div class=\"g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"w-tabs layout_hor style_default switch_click has_scrolling\" style=\"--sections-title-size:1em\"><div class=\"w-tabs-list items_2 align_none\"><div class=\"w-tabs-list-h\"><button class=\"w-tabs-item active\" aria-controls=\"content-q822\" aria-expanded=\"false\"><span class=\"w-tabs-item-title\">Sprachgenie und Demokrat<\/span><\/button><button class=\"w-tabs-item\" aria-controls=\"content-ba55\" aria-expanded=\"false\"><span class=\"w-tabs-item-title\">Ausstellung 2002 &#8222;Leben Sie?&#8222;<\/span><\/button><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-sections titles-align_none icon_chevron cpos_right\"><div class=\"w-tabs-section active\" id=\"q822\"><button class=\"w-tabs-section-header active\" aria-controls=\"content-q822\" aria-expanded=\"true\"><div class=\"w-tabs-section-title\">Sprachgenie und Demokrat<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-q822\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\"><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-3 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/jacobson.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-13933\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/jacobson.jpg\" alt=\"\" width=\"151\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/jacobson.jpg 151w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/jacobson-88x116.jpg 88w\" sizes=\"auto, (max-width: 151px) 100vw, 151px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-9 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Das tragische Schicksal dieses Mannes und seiner Familie ist es, was uns besonders ber\u00fchrt, wenn wir uns mit der Biographie und der Pers\u00f6nlichkeit Hermann Jacobsohns besch\u00e4ftigen. Wie die Vergangenheit pl\u00f6tzlich wieder zu uns spricht und uns zur Erinnerung mahnt, wurde Anfang des Jahres 2000 deutlich, als das Johanneum eine E-Mail der Universit\u00e4t Marburg erhielt, in der auf eine Ausstellung \u00fcber Hermann Jacobsohn hingewiesen wurde. 1997 war die Marburgerin Hanna Naumann, eine Tochter Hermann Jacobsohns, gestorben und hatte auf ihrem Dachboden eine F\u00fclle von Dokumenten \u00fcber die Familie Jacobsohn hinterlassen , von Fotos und Schulzeugnissen bis hin zu Postkarten aus dem KZ Theresienstadt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Hermann Jacobsohn wurde am 30.8. 1879 als Sohn des angesehenen j\u00fcdischen Bankiers Moritz Jacobsohn und seiner Frau Betty geb. Heinemann geboren. Betty Heinemann war die Tante des Philosophen Fritz Heinemann. Schon der elfj\u00e4hrige Hermann schrieb als Sechstkl\u00e4ssler des Johanneums 1891 angesichts des Antisemitismus in der kaiserlichen Armee einen mutigen Appell an Kaiser Wilhelm II. pers\u00f6nlich. Er richtete an ihn die Bitte, Offizier werden zu d\u00fcrfen mit der Begr\u00fcndung: &#8222;Ich kann aber keiner werden, weil ich Jude bin.&#8220;<\/p>\n<p>1898 machte Hermann sein Abitur und studierte Altphilologie und Indogermanistik in Freiburg, Berlin und G\u00f6ttingen. Hermann Jacobsohn war ein Sprachgenie, denn er vermochte innerhalb von 6 Wochen eine Sprache in ihren grammatischen Strukturen zu erlernen und beherrschte etwa 30 Sprachen und Dialekte. Als der 1. Weltkrieg ausbrach, wurde Jacobsohn wegen Depressionen nicht zur Front eingezogen, sondern musste als Dolmetscher in russischen Kriegsgefangenenlagern dienen. Dabei lernte und dokumentierte er auch finnisch-ugrische Mundarten.<\/p>\n<p>Diese Kenntnisse verwendete er im Jahr 1922, als er ordentlicher Professor in Marburg wurde, in seinem Hauptwerk &#8222;Arier und Ugrofinnen&#8220;. Ihm gelang der Nachweis, dass die arischen Lehnw\u00f6rter in den finnisch-ugrischen Sprachen dem iranischen Zweig des Arischen und nicht dem Altindischen entstammten. 1928 wurde er zum Mitglied der Finnischen Akademie der Wissenschaften gew\u00e4hlt. Jacobsohn blieb L\u00fcneburg und dem Johanneum so sehr verbunden , dass er , obwohl er schon Professor in Marburg war, seinen Sohn, der sp\u00e4ter \u00c4gyptologe in Marburg wurde, auf das Johanneum schickte. Es ist schon eine traurige Ironie der Geschichte, dass ein Sprachforscher j\u00fcdischer Herkunft sich mit dem real vorhandenen Einfluss der indo-arischen Sprache besch\u00e4ftigte, w\u00e4hrend die politisch rechtsextremen Kr\u00e4fte, in deren K\u00f6pfen Hirngespinste von &#8222;rassisch reinen Ariern&#8220; herumgeisterten, zunehmend gef\u00e4hrlicher wurden.<\/p>\n<p>Hermann Jacobsohn aber war kein &#8222;weltfremder Professor&#8220;, sondern ein politisch engagierter Mensch, der die Gefahren mit offenen Augen kommen sah. Er war als \u00fcberzeugter Demokrat schon 1903 Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei DDP geworden, als deren Redner und Reichtagskandidat er auch auftrat. Er hatte Verbindungen zu Wilhelm R\u00f6pke, der als \u00d6konom verschiedene Aufgaben in der Reichsregierung der Weimarer Republik innehatte (z.B. in der Braun-Kommission 1930). R\u00f6pke bekleidete auch eine Professur in Marburg, die er ebenso wie Jacobsohn 1933 verlor. Jacobsohn arbeitete mit dem Reichswehrminister Ge\u00dfler, dem Kultusminister Becker zusammen und hatte Verbindungen zu Friedrich Naumann und dem sp\u00e4teren Bundespr\u00e4sidenten Theodor Heuss. Er kritisierte die deutsche Machtpolitik von 1871-1914, die die &#8222;K\u00f6pfe der herrschenden Klasse benebelt&#8220; habe. In einem Vortrag, den er 1915 w\u00e4hrend des ersten Weltkrieges im Johanneum hielt, warnte er vor der Illusion mancher deutscher Kriegsstrategen, man k\u00f6nne durch Abtrennung von Teilen Russlands (Wei\u00dfrussland, Ukraine) dieses in die Knie zwingen. Er kritisierte den &#8222;Materialismus&#8220; der Linken und bek\u00e4mpfte den &#8222;Materialismus&#8220; des rassischen Antisemitismus der politisch Rechtsstehenden, weil dieser den Menschen ausschlie\u00dflich nach seiner biologischen Abstammung wertete.<\/p>\n<p>Jacobsohn interessierte sich auch f\u00fcr Religionsfragen und schrieb 1924 unter dem Pseudonym &#8222;Fabius&#8220; in einer christlichen Zeitschrift: Er warnte schon 1924 davor, dass politisch-fanatische Heilspropheten schon wieder &#8222;deutsche St\u00e4rke&#8220; propagierten, statt zu innerer Umkehr, sachlich- n\u00fcchterner Auseinandersetzung und ethisch-religi\u00f6sen Grundwahrheiten zu kommen. Er f\u00fchlte sich einem modernen Protestantismus verbunden und erwartete von diesem eine moralische Wiedergeburt des Volkes. Wie muss er darunter gelitten haben, dass ein gro\u00dfer Teil der Protestanten sich ausgerechnet vom Nationalsozialismus begeistern lie\u00df! Welcher Schlag f\u00fcr ihn, als die Nazis ihn am 25.3. 1933 aus dem Staatsdienst warfen! Aus tiefer Verzweiflung st\u00fcrzte sich Hermann Jacobsohn am 27.4. 1933 in Marburg vor einen Zug. Seine Frau Margarete und ihre vier Kinder \u00fcberlebten den Nationalsozialismus teils durch Flucht und unter gro\u00dfen Schwierigkeiten. Hermann Jacobsohns Schwester Ruth Weinberger, die \u00fcbrigens die erste Sch\u00fclerin mit Abitur am Johanneum war, erlebte den Nationalsozialismus in W\u00fcrzburg und wurde mit zwei ihrer Kinder 1943 in Auschwitz ermordet. In Marburg hat man 1999 eine Stra\u00dfe nach Hermann Jacobsohn benannt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-tabs-section\" id=\"ba55\"><button class=\"w-tabs-section-header\" aria-controls=\"content-ba55\" aria-expanded=\"false\"><div class=\"w-tabs-section-title\">Ausstellung 2002 &#8222;Leben Sie?&#8222;<\/div><div class=\"w-tabs-section-control\"><\/div><\/button><div  class=\"w-tabs-section-content\" id=\"content-ba55\"><div class=\"w-tabs-section-content-h i-cf\"><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-3 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/019plakatk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-13934\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/019plakatk.jpg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/019plakatk.jpg 198w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/019plakatk-77x116.jpg 77w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-9 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Anl\u00e4sslich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27.1. 1945 wurde in L\u00fcneburg am Freitag, den 25.1.2002 die Ausstellung &#8222;Leben Sie ?&#8220; er\u00f6ffnet. Die Ausstellung zeigte das Schicksal der fr\u00fcheren L\u00fcneburger Familie Jacobsohn im 19. und 20.Jahrhundert. Das Material zur Ausstellung wurde von Frau Ruth Verroen nach dem Tod ihrer Mutter Hanna Naumann, einer Tochter Hermann Jacobsohns, 1997 auf dem Dachboden ihres Hauses in Marburg gefunden und schon im Jahr 2000 in einer Ausstellung der Universit\u00e4t Marburg gezeigt.<\/p>\n<p>Die Stadtarchivarin Frau Dr. Reinhardt hatte sich seitdem darum bem\u00fcht, die Ausstellung nach L\u00fcneburg zu holen. Zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung war Frau Ruth Verroen in Begleitung ihres Ehegatten aus Marburg angereist und wurde im Heine- Haus herzlich begr\u00fc\u00dft. Einige Lehrerinnen und Lehrer, sowie Sch\u00fclerinnen des Johanneums waren besonders erfreut, Frau Verroen und ihren Ehegatten pers\u00f6nlich kennen zu lernen.<\/p>\n<p>Herr Oberb\u00fcrgermeister Ulrich M\u00e4dge stellte in seiner Ansprache die Verbindung zum Auschwitz- Gedenktag her und erinnerte an das unvorstellbare Grauen und Leiden , das die nationalsozialistische Herrschaft \u00fcber die j\u00fcdischen B\u00fcrger gebrachte hatte. Die Stadtarchivarin Frau Dr. Reinhardt gab einen \u00dcberblick \u00fcber den Werdegang der Familie der Jacobsohns, die urspr\u00fcnglich aus Nienburg stammte und mit Moritz Jacobsohn, der 1863 seinen Wohnsitz nach L\u00fcneburg verlegte, eine bedeutende und hochgeachtete Gr\u00fcnderpers\u00f6nlichkeit bekam.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-3 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/013publikumk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13935\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/013publikumk-300x240.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/013publikumk-300x240.jpg 300w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/013publikumk-145x116.jpg 145w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/013publikumk.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Zuh\u00f6rer bei der Er\u00f6ffnung der Ausstellung im Heine-Haus<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-9 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Zum Abschluss der Er\u00f6ffnungsveranstaltung lasen Anna Sinn und Valentina Parlow , Sch\u00fclerinnen des Johanneums Jahrgang 13, eindrucksvoll aus Briefen und Dokumenten der Familie Jacobsohn. In der Ausstellung wurde das Familienleben der Jacobsohns z.B. durch Wunschzettel der Kinder, Tanzball-Einladungen, Briefe und Fotos dokumentiert. Der zeitgeschichtliche Hintergrund wurde durch politische Plakate, Postkarten , Gesetzestexte u.a.veranschaulicht. Erg\u00e4nzt wurden diese Ausstellungsst\u00fccke durch einige Dokumente aus dem L\u00fcneburger Stadtarchiv. Sie zeigen, dass diese Ausstellung auch &#8222;nach L\u00fcneburg geh\u00f6rt&#8220;, wie Frau Verroen bemerkte.<\/p>\n<p>Das 19. Jahrhundert war gepr\u00e4gt von Bestrebungen des Judentums zur Assimilation in die Gesellschaft des Kaiserreiches. Diese konnten nur teilweise gelingen, denn der Antisemitismus war schon vor dem 1. Weltkrieg sehr stark verbreitet. Albert Jacobsohn, einem Bruder Hermann Jacobsohns, verwehrte man nach der eigentlich erfolgreichen Offiziersausbildung mit einem unerwartet schlechten Zeugnis den Eintritt in das kaiserliche Offizierskorps. Als der 1.Weltkrieg ausbrach, meldete sich sein Bruder Adolf freiwillig- und fiel 1918. Die Niederlage Deutschlands verst\u00e4rkte nach 1918 den Antisemitismus, wenn auch die Weimarer Demokratie neue Hoffnung gab.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"w-separator size_medium\"><\/div><div class=\"g-cols wpb_row via_flex valign_top type_default stacking_default\"><div class=\"vc_col-sm-3 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p><a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/024austganzk.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13936\" src=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/024austganzk-300x240.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/024austganzk-300x240.jpg 300w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/024austganzk-145x116.jpg 145w, https:\/\/johanneum-lueneburg.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/024austganzk.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<\/div><\/div><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Frau Verroen mit Besuchern in der Ausstellung 2002 im L\u00fcneburger Rathaus<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"vc_col-sm-9 wpb_column vc_column_container\"><div class=\"vc_column-inner\"><div class=\"wpb_wrapper\"><div class=\"wpb_text_column\"><div class=\"wpb_wrapper\"><p>Der Nationalsozialismus aber zerst\u00f6rte die erhoffte Sicherheit endg\u00fcltig. Die Kinder Hermann Jacobsohns mussten sich nach dessen Tod 1933 und nach den &#8222;N\u00fcrnberger Rassegesetzen&#8220; 1935 teilweise durch Emigration retten, andere Familienmitglieder \u00fcberlebten den Nationalsozialismus nicht. Ein Brief eines Bekannten an Margarete Jacobsohn, der Frau Hermann Jacobsohns, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges enthielt deshalb die denkw\u00fcrdige Frage &#8222;Leben Sie?&#8220;. Diese Worte wurden zum Motto der Ausstellung.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sprachgenie und DemokratAusstellung 2002 &#8222;Leben Sie?&#8222;Sprachgenie und Demokrat Das tragische Schicksal dieses Mannes und seiner Familie ist es, was uns besonders ber\u00fchrt, wenn wir uns mit der Biographie und der Pers\u00f6nlichkeit Hermann Jacobsohns besch\u00e4ftigen. 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